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Geschichte und Mythen
rund ums Neydhartinger Heilmoor

Das Moorvorkommen von Neydharting ist eines der bestuntersuchtesten Naturheilvorkommen der Welt.



Haben Sie gewusst...

... dass römische Villen nicht nur in Rom erbaut wurden?
Eine Ausgrabung einer römischen Villa (erbaut um 250 n. Chr.) zeigt, dass selbst das römische Reich das Gebiet Neydharting zu schätzen wusste; Ob es das Moor war, das sie zum Bleiben bewegte?

... dass ein finsterer Raubritter in der Veste sein Unwesen trieb?
Nach den Magyareneinfällen um 900 wurde als Basislager sozusagen die Veste Neydharting — ein Wasserschloss. Angeblich ist es von Raubrittern besiedelt gewesen. Den ersten urkundlichen Nachweis über die Existenz von Neydharting liefert die Kaufurkunde des Schloßherrn "Chunrad de Nytterdinge" um 1100.

... dass Ordensleute als erste in das heilende braune Wasser stiegen?
Im Mittelalter wurde die heilende Wirkung des Neydhartinger Moores bekannt. Es gibt eine "moswisen, moorbach ... von einer wisn bey dem prunn und der padstuben ..." schreibt Abt Thomas von Lambach 1364. Dies ist das erste schriftliche Zeugnis über die Existenz eines Bades in Neydharting.

Der Fund einer mittelalterlichen Badewanne gilt als der älteste Fund einer Moor-Badeeinrichtung überhaupt (s. Abb.).

 

... dass Paracelsus eine strapaziöse Reise nach Neydharting auf sich nahm, um sich von der Wirkung des Moores persönlich zu überzeugen?
Der Naturforscher, Arzt und Theologe Theophrastus, Bombastus von Hohenheim, genannt PARACELSUS war in Neydharting und berichtet um zirka 1500, dass er die "Quinta Essentia" in einem "gemös" der "Veste Neydhärding" gefunden hätte.

... dass Neydharting der frühneuzeitliche Wellnesstreffpunkt war?
Es ist überliefert, dass um 1600 viele "bresthafte" zum "Jungbrunnen" Neydharting pilgerten und mit "wundersamer Kraft" erfüllt wurden. Der Astronom Johannes Kepler war 1621 Gast am Schloss, wo er an seinem berühmten Werk "Harmonices Mundii" weiter arbeitet

... dass Neydharting Treffpunkt der Sommerfrischler war?
Neydharting ist in der K.u.K. Monarchie relativ berühmt und wird von vielen Mitgliedern des Hofes als Sommerfrische in Anspruch genommen. Nach der Blütezeit des Kurortes Neydharting zu Anfang des 20. Jahrhunderts beginnt nach dem 1. Weltkrieg der Abstieg und der Verfall der Kuranlagen.

Zur jüngeren Geschichte

Otto Stöber kauft 1940 Moorvorkommen und Gebäude und eröffnet 1949 das "neue" Neydharting; in den Folgejahren wird das Österreichische Moorforschungs-Institut gegründet.



1952
wird auf Initiative Otto Stöbers der erste internationale Moor-Kongress in Neydharting abgehalten.

Das Wissen um die heilende Kraft des Moores wird breiten Kreisen der Bevölkerung erst wiederum Ende der 60er Jahre bewusst.

Unter Prof. Stöber gelingt es in Österreich auch, die Verschreibbarkeit von Heilmoorprodukten bei den Sozialversicherungen durchzusetzen.
Die Initiativen Prof. Stöbers reichen bis in die Gegenwart - unter der Schirmherrschaft der International Peat Society (IPS) Sektion VI finden regelmäßig die "Neydhartinger Rundgespräche" mit namhaften Moor-Wissenschaftlern aus aller Welt in Neydharting statt.

Nach dem Tod des Vaters des Neydhartinger Moors (1990) gelingt es, sein Charisma und seinen Glauben an die Wirkung dieses einzigartigen Niedermoores weiterzutragen.

Seine Tochter Mag. Fausta Otto Piccini-Stöber übernimmt diese Aufgabe und führt sie im Sinne ihres Vaters weiter.

Aufgrund der positiven Erfahrungen und der stetig ansteigenden Nachfrage nach alternativen Therapie- und Wellness-Methoden steigt die Nachfrage nach den Neydhartinger Produkten. Die Herstellungsanlagen werden zur Gänze erneuert und vergrößert, und die Moorprodukte werden in alle Welt exportiert.

Die Mehrzahl der österreichischen Therapie- und Kur-Zentren verwendet seit Jahrzehnten die Neydhartinger Heilmoor-Produkte.


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